Die Anderen
Die Kainiten sind selbstverständlich nicht die einzigen Gefahren die da Lauern. Landauf, landab hört man Geschichten von Werwölfen, Hexen, Trollen und anderen Dingen, irgendjemand kennt immer jemanden dessen Bruder schonmal so ein Wesen gesehen hat und mit dem Schrecken davongekommen ist.

Dämonen

Das Wissen über Dämonen ist auch in kainitischen Kreisen sehr gering. Zudem kommt es auch noch auf ihre Glaubensrichtung an, was der Einzelne über Dämonen weiß oder zu wissen glaubt.
Christen ist es ohne Frage bekannt, dass es den Teufel und seine dämonischen Diener gibt. Zudem muss gesagt werden, dass auch Kainiten oft als Dämonen oder Teufel bezeichnet werden.
So kann sich der jeweilige Kainit entscheiden, ob er nun gesegnet, ein von Gott Verfluchter oder gar ein personifizierter Dämon ist.
Ansonsten weiß jeder Christ, das Dämonen für die Hölle arbeiten. Sie rauben den Gläubigen ihre Seele oder aber zumindest ihr Seelenheil. Sie sind listig und furchterregend, aber auch verführerisch und hässlich. Sie flüstern den Menschen ihre Lügen ein und versuchen so, diese von ihrem Glauben abzubringen.
Dämonen haben jedoch auch Schwächen, doch da es viele verschiedene von ihnen gibt, sind auch diese Schwächen sehr verschieden. Einige ertragen das Tageslicht nicht, andere kein unschuldiges Kinderlachen und vieles mehr.
Allen ist gemein, dass sie gottgeweihten Boden, inbrünstigen Gebeten oder Zeichen Gottes nur schwer oder gar nicht widerstehen können.
Dem alten Glauben nach sind ?Dämonen?, wie die Christen sie nennen, höchstens Diener der dunklen Götter oder aber mächtige Geister. Sie sind keineswegs immer schlecht. Es sind Persönlichkeiten, mit all ihren Schwächen und Stärken. Ihre Wege mögen verschlungen sein, Ihre Ziele verworren und nicht für Menschen zu durchschauen, aber dies ist für mächtige Wesen nun einmal normal. Diese Einstellung birgt jedoch gewisse Gefahren, jedoch auch größeres Wissen, da Menschen sich eher mit diesen Wesen einlassen. Unzählige Methoden, verschiedenste Dämonen zu beschwören, zu beschwichtigen, fern zu halten und sogar zu bannen sind bei ihren Weisen bekannt.

Wolflinge

Das Wissen über Wolflinge ist unter Menschen erstaunlich gering. Christen wissen nur, dass es Bestien im Wald gibt. Schauergeschichten berichten von Wölfen mit menschlicher Schläue und Gerissenheit. Doch auch über sprechende Bäume, gefährliche Bären und andere Wesen wird berichtet.
Der alte Glaube berichtet von Tieren, welche in die Menschen fahren und diesen dann ihren Willen aufzwingen. Diese Menschen nehmen tierische Züge an. Ob dies nun erwünscht ist, oder aber verfolgt wird, hängt von der jeweiligen Sippe ab.
Kainiten wissen mehr. Wolflinge sind Wesen, welche ihre Gestalt zu ändern vermögen. Wie der Name Wolfling  schon sagt, vermögen sie zwischen Menschengestalt, einer riesigen Mischform und der Wolfsgestalt zu  wechseln. Diese Wesen leben im Wald und halten sich von den Städten fern. Wenn der Mond voll am Nachthimmel steht, gerät Ihr Blut in Wallung und sie gehen auf die Jagd. Warum sie Kainiten angreifen, ist nicht bekannt, hat sich doch bis jetzt keiner damit genau beschäftigt. Dies liegt vor allem daran, dass ihr Hass auf Kainiten genau so maßlos , wie ihre Stärke groß ist. Selbst Ahnen weichen diesen Wesen lieber aus. Gangrel sind die einzigen unter den Kainiten, welche die Wolflinge akzeptieren, jedoch schweigen diese zu dem Thema.

Zauberer

Das Wissen zu den Zauberern ist, wie sämtliches Wissen, das Übernatürliches betrifft, vom Glauben abhängig. Christen wissen, dass es Magier und Hexen gibt. Diese Menschen paktieren mit dem Teufel und erhalten so ihre Zaubermacht. Diese Zauberer können nicht ohne weiteres erkannt werden und so mancher Kräuterhändler oder manche Amme werden sich solcher Anschuldigungen erwehren müssen. Andererseits gehen viele Frauen zu der Hexe im Wald, oder kaufen Schutzamulette, Zaubertränke oder vollführen magische Schutzzeichen. Die Macht der Zauberer ist vielseitig, so können sie Blei in Gold verwandeln, Liebestränke brauen, das Vieh verfluchen, das Wasser vergiften und vieles, vieles mehr.

Der alte Glaube kennt die weisen Frauen und Männer, welche nicht nur mit den Geistern oder gar Göttern sprechen können, sondern auch heilende Hände haben, Feinde in Kröten verwandeln können und auch hier noch vieles mehr. Anders als bei den Christen werden diese ?Weisen? verehrt und ihre Macht ist ein Ausdruck für die Achtung der mächtigen Wesen.

Beide Glaubensrichtungen wissen, dass Zauberer für ihre Zauber manches mal seltsame Zutaten brauchen und über großes Wissen verfügen. Hühneraugen, Krötenherzen und Morgentau sind die harmlosen Dinge.

Kainiten wissen über Zauberer fast genau so viel wie die Menschen. Einzig der Clan Tremere weiß, ob seiner Herkunft, wesentlich mehr. Doch wie so vieles Wissen, hütet er auch dieses sehr gut. Die Kräfte der Zauberer werden oft mit den Kräften der Kainiten verglichen, doch ist dieser Vergleich ein Irrtum, welcher meist tödliche Folgen hat. Anders als die Wolflinge, scheinen Zauberer Kainiten nicht zu hassen. ?Kein Interesse? sind wohl die Worte, welche am ehesten ihre Beziehung zu den Kainiten beschreiben. Ansonsten ist einzig bekannt, dass sich Zauberer in mystischen Orden und Konventen zusammen schließen.

Todesalben

Über Geister sind sich die meisten Glaubensrichtungen einig. Es sind die Seelen der Toten, welche auf Erden wandeln. Meist bindet sie eine unerledigte Aufgabe, welche sie im Tode antreibt. Das kann eine Botschaft sein, oder aber der Schutz der Familie. Christen und Heiden wissen, dass Menschen ohne richtige Bestattung zu Geistern werden können. Geister können gut oder böse sein, je nachdem was sie bindet.

Kainiten wissen ein wenig mehr. Vor allem da sie über die Gabe verfügen, hinter den Schleier der Welt zu blicken. Mit der Gabe des Auspex können unsichtbare Geister sichtbar werden. Sie sind körperlos und somit vermögen sie kaum Einfluss auf die Welt auszuüben. Die Beziehung der Geister zu Kainiten ist vom gleichen Desinteresse geprägt, wie die Beziehung der Magier zu den Kainiten. Es gibt jedoch Gerüchte, dass so mancher durch unvorsichtiges Trinken Gestorbener, zu einem Geist wurde, welcher den Kainiten, der ihn tötete, dann verfolgte, um ihm das Unleben so schwer wie möglich zu machen.

Feen

Feenwesen kennen Christen nur aus ihren Sagen. Die Kirche streitet ihre Existenz schlicht ab. Dies oder sie macht keine Unterschiede zu Zauberern oder Dämonen. Dennoch weiß das Volk meist genau so viel über Feen wie über die Bearbeitung Ihrer Felder. Ein jeder weiß, dass man Milch auf die Türschwelle stellen kann, um Feen davon abzuhalten, ihr Haus zu betreten. Man muss Feen immer höflich behandeln, sonst verzaubern sie einen. Von Feenkreisen und Feendomänen hält man sich Nachts besser fern, genauso wie man unter Brücken Trolle treffen kann. Heilige Erde, der Glockenschlag und Eisen vermögen sie zu vertreiben. Unzähliges anders Wissen ist verbreitet und natürlich widerspricht es sich recht oft. Dies mag aber auch daran liegen, dass es unzählige Feenwesen gibt. Gemein haben sie jedoch alle ihre starke Magie, welche sie meist zum Spielen von Streichen verwenden. Sie sind genauso grausam und heimtückisch, wie sie schön und liebreizend sind. Sie haben keine Moral, die sie antreibt oder von bestimmten Taten abhält. Sie handeln frei und nach Instinkt und schulden niemandem Rechenschaft.

Kainiten wissen kaum mehr über Feen, gibt es doch kaum mehr zu wissen. Wie sie zu Kainiten stehen, ist ungewiss, da sie es sehr gut verstehen, sich als Menschen auszugeben und beleidigt verschwinden, sobald man sie durchschaut.