Baali

Der Clan der Verderber

Die Baali geben sich noch mehr der völligen Verderbtheit und dem Bösen hin, als die Jünger des Set. Sie glauben fest daran, dass irgendwann völlige Dunkelheit herrschen wird und beharren darauf, dass Vampire die Günstlinge des Widersachers seien, welche Gestalt er auch immer annehmen mag. Es ist ihnen völlig egal, ob sie in die menschliche Gesellschaft passen oder sie beherrschen - ihr Endziel ist buchstäblich, die Hölle auf Erden zu schaffen.

Diese Kainiten arbeiten jedoch nicht immer gut zusammen. Der ganze Clan weiht sich der Errichtung der Dämonenherrschaft auf Erden, aber jedes Mitglied will dasjenige sein, das tatsächlich dafür verantwortlich war, dass die Kreaturen herbeigerufen wurden. Oft arbeiten sie im Geheimen und halten ihre Pläne und Entdeckungen voreinander verborgen; die älteren Mitglieder sind besonders wettbewerbsorientiert. Jedes Nest plant für sich, manchmal sogar gegen die anderen, weil jeder Ahn sich bemüht, Sendbote des Unheils zu sein. Wer auch immer die Herrschaft der Dämonen errichtet, wird ewig als ihr Beherrscher die Sterblichen regieren - zumindest sagen das die Baali.

Was denken die Baali über die anderen Clans?

  • Assamiten
    Assur, Akkad, Babel, Sargon, Sumer - bedeuten Euch diese Namen denn überhaupt nichts? Die, die Ihr als Tiere bezeichnet, sehen wir als unsere Brüder an. Ihre Vorväter sind die unseren; unsere Ahnen hausten in den selben Jurten, teilten sich das gleiche Salz und Brot, knieten vor den selben Apshai, Dagon und Marduk geweihten Schreinen und tausend mal tausend weiterer Häuser unter unserem Vater. Die Ältesten unter ihnen erinnern sich noch an uns, und wir haben sie nie vergessen.
  • Brujah
    Gebt nicht vor, sie ob ihres Zorns zu richten. Karthago ist vergangen, und Moloch mit ihm, weswegen wir eine gewisse Trauer über vergangenen Ruhm mit ihnen teilen können. Dieses Verständnis macht die Brujah zu leichter Beute.
  • Gangrel
    Sie scheuen die Zivilisation und die Gesellschaft anderer. Sie fürchten sich vor dem, was sie nicht begreifen, streunen durch die Lande, markieren ihr Revier und werden mit jeder weiteren Nacht immer mehr zu den Tieren, die sie im Grunde sind. Somit sind sie unserer Achtung nicht würdig.
  • Jünger des Set
    Diese Schandflecken stellen offensichtlich den unwiderlegbaren Beweis der gemeinsamen Ursprünge unseresgleichen dar. Entstammen sie nicht den frühen Zivilisationen der Sethskinder? Beten sie nicht zum Herrn der Finsternis? Und doch sind diese Narren den kleinlichen Voreingenommenheiten des Westens wie materielle Freuden, Leidenschaften und Perversionen zum Opfer gefallen. Welch verschwendetes Potential...
  • Kappadozianer
    Achtet unsere Brüder, die Kinder Ashurs, den man Kappadozius nennt, und verschmäht nicht die Wege, die sie gehen, um die Ewigkeit zu studieren. Erkennt, dass es keinen Platz für uns gibt in ihrem Treibsand aus Gut, Böse, Leben, Tod und der Seele. Am Tag des Jüngsten Gerichts ist das einzig wahre Verständnis, das wir füreinander aufbringen können, die Klinge eines Schwertes.
  • Lasombra
    Es ist eine amüsante, anregende Allegorie, die die Dunkelheit, die die Magister befehligen, an die lichtlosen, leeren Visionen der Macht bindet, an denen sie sich so sehr festklammern. Die Lasombra sehen aber nur die flüchtigen Schatten, die sie zeugen. Da sind sie wie die Ravnos.
  • Malkavianer
    Ihr Wahnsinn stellt ein Mysterium dar. Haben sie einen Blick auf das Jenseitige erhascht und wurden deshalb mit dem geschlagen, was andere als Irrsinn bezeichnen würden? Oder sind ihre Illusionen von persönlicher Art? Lauscht ihnen und lernt - aber verweilt nicht zu lange, denn ihr Wahnsinn könnte sich als ansteckend erweisen.
  • Nosferatu
    Diese Tunnelbewohner kennen der Sünde Sold besser als jeder andere. Ist es da nicht verwunderlich, wie sie sich als bedauernswerte Märtyrer ausgeben, die einerseits nach Erlösung suchen, während sie sich gleichzeitig das Vertrauen anderer erschleichen, unterwandern und erzwingen? Sie frönen einer seltsamen Form der Heuchelei.
  • Ravnos
    Von dieser Seite ist nichts zu befürchten. Die Ravnos sind nichts als eine Familie von Tricksern, die ihren schwachen Bezug zur Wirklichkeit zugunsten nichtiger Luftschlösser aufgegeben haben. Macht nicht den Fehler, ihre Spielereien auf die leichte Schulter zu nehmen; sie sind geübte Scharlatane, die andere nur allzu schnell in ihre Intrigen einspannen.
  • Salubri
    Der sanfte Saulot. Der Philosoph. Der Pilger. Der Pazifist. Der Leidenschaftliche. Der Bemitleidenswerte. Ich frage mich, wem seine Überlegungen nun noch dienen?
  • Toreador
    Diese von Schönheit, Annehmlichkeiten und Laster besessenen Narzisten drehen sich um sich selbst. Sie sind Degenerierte, die sich in furchtsamer Faszination des Viehs, von dem sie sich nähren, verlieren. Ist den Kindern Kains nicht ohnehin schon genug nutzloser Ballast aufgebürdet?
  • Tremere
    Man stelle sich das vor! Eine Bande zauberstabschwingender Hexer, die zunächst die Unsterblichkeit aus den Händen ihrer ärgsten Widersacher reißen, um sich dann die Seele eines Alten in ihrem Streben nach Macht zu unterwerfen. Welche Zielstrebigkeit! Welch Verrat! Und da sagt man, unsere Brüder seien nicht in der Lage, unsere Beweggründe zu begreifen... Ich vermute, wir werden schon bald viel mit den Tremere zu bereden haben.
  • Tzimisce
    Die Unholde haben Unsterblichkeit erlangt, etwas, nachdem Menschen seit der Vertreibung aus dem Paradies suchen. Die Mysterien der Unendlichkeit sind Themen, die sie auf ewig überdenken können - und doch treiben sie weiter ihre kleinen Handel mit der allzu flüchtigen Münze der Furcht, der Lehen und des Fleisches. Schicht um Schicht von Gebräuchen und Zeremonien anzuhäufen verbirgt nicht die Leere ihres Daseins, noch verleiht es ihnen Erhabenheit.
  • Ventrue
    Für einen Kreis engstirniger Egoisten verfolgen sie hohe Ziele. Sie glauben, die Löwen sollten herrschen? Sicherlich ist ihnen bewusst geworden, dass selbst der Löwe anderen Raubtieren zum Opfer fällt - und dass sie letztlich der Aasfresser alle verschlingt.