Kappadozianer

Der Clan der Totengräber

Die Kappadozianer sind unter den Kainiten seit Jahrtausenden als der 'Clan des Todes' bekannt und werden wegen ihrer makaberen Interessen selbst von ihren Brüdern gemieden. Kappadozius selbst war zu Lebzeiten ein ikonoklastischer Priester und setzte seine Suche nach den Geheimnissen des Lebens, des Todes und dessen, was jenseits liegt, nach seinem Werden fort. Seine Kinder haben seine Forschung weitergeführt, und durch ihre Bemühungen erfuhren die Kainiten viel über das Wesen ihres Daseins. Dennoch hat das geheimnisvolle Wesen des Clans ebenso viele Leute dazu gebracht, ihn zu fürchten wie ihn zu achten.

In der Vampirgesellschaft spielen Kappadozianer oft die Rolle von Beratern der Prinzen. Sie werden wegen ihrer Erkenntnisse und ihrer Weisheit geachtet, und man vertraut ihnen, wegen ihres mangelnden Interesses an irdischer Macht weitgehend. Deswegen haben die Ventrue und die Kappadozianer ein inoffizielles Bündnis geschlossen, wonach erstere im Austausch für den Rat letzterer jenen sichere Forschungsstätten zur Verfügung stellen. Ihre Machtbasis liegt in der Türkei, wo sie Zugang zu abgelegenen Forschungseinrichtungen sowie zu Zentren der Gelehrsamkeit haben.

Der Clan hat unlängst den Kuss an eine kleine Familie von Nekromanten weitergegeben, um seine Studien voranzutreiben. Diese neuen Vampire entwickeln derzeit eine eigene Disziplin, die allerdings noch alles andere als ausgeformt ist. Die Kappadozianer hoffen, dieses geteilte Wissen werde helfen, die letzten Schranken niederzureißen und die Wahrheiten enthüllen, die sie seit Jahrtausenden suchen.

Was denken die Kappadozianer über die anderen Clans?

  • Assamiten
    Diese Mörder sind berüchtigt für ihre Kompetenz bei der Ausführung ihrer Arbeit, aber sie interessieren sich nur für die Tat und nicht für deren Bedeutung. Wüssten diese Rohlinge ein wenig von der wahren Bedeutung des Todes, würden sie Schrecken jenseits aller Vorstellungskraft verbreiten. Für den Augenblick versuche nicht ihren Zorn zu erregen.
  • Baali
    Die Baali sind für niedere Dämonen das, was Gangrel für Tiere sind. Diese teufelsanbetenden Schoßhündchen wollen ihre Sünden millionenfach auf die Welt zurückschleudern. Sollte es Reinkarnation wirklich geben, werden diese widerlichen Ausgeburten der Hölle sicherlich als Maden oder Kellerasseln in ihr nächstes Leben treten. Dulde es ja nicht, wenn sich einer der ihren in Deiner Domäne niederlässt.
  • Brujah
    Diese Burschen neigen zu Extremen, wenn etwas ihre Leidenschaft erregt, auch wenn die Umstände solcher Ereignisse sie nicht zu kümmern scheinen. Was für ein seltsames Verhalten! Sei Dir bewusst, dass Fakten nichts zählen, wenn Du mit ihnen redest; verlasse Dich lieber auf Vehemenz und Lautstärke. Einige Brujah passen nicht in diese Schablone und können recht gebildet sein.
  • Jünger des Set
    Indem sie das, was sie Verderbtheit nennen, subtil praktizieren, folgen sie viel eher Pfaden, die sie zu ihrer eigenen Erniedrigung führen. Ihr glorreiches, größeres Böses ist oft nicht viel mehr als notdürftig verschleierte Bacchanale. Dennoch sind sie tödliche Feinde, ihres Beinamens 'Schlangen' würdig.
  • Gangrel
    Das Leben jeder Kreatur kommt zu einem unausweichlichem Ende, sei es Mensch oder Tier. Diese Bestien sollten einmal ihre Rolle im Drama der Unsterblichkeit bedenken, das über unsere Zeit auf Erden hinausgeht. Für den Augenblick geben sie sich damit zufrieden, über Felder zu streunen und an Knochen zu nagen. Das Gespräch mit ihnen mag jedoch manche Erleuchtung bringen, vorausgesetzt man sucht nach einer unvoreingenommenen und unkomplizierten Meinung.
  • Lasombra
    Die Lasombra sind weise und kenntnisreich, obwohl sie von ihrer Selbsteingenommenheit irregeführt werden. Sie geben gute Anführer ab, und wir finden uns oft in ihrem Gefolge. Letztlich sind sie aber zu oberflächlich und zu sehr mit ihren eigenen Angelegenheiten beschäftigt, um unsere Suche nach der Antwort zu befriedigen.
  • Malkavianer
    Ich habe herausgefunden, dass es zwei Arten Malkavianer gibt: einfache Idioten und die wahrlich Gestörten. Die einfachen Idioten sind die vertrottelten Hofnarren, die uns mit den Augen rollen lassen, während die wahrlich Gestörten derart erfrischend farbige Perspektiven besitzen, die sie unbewusst Antworten auf Fragen jenseits ihres Fassungsvermögens finden lassen. Letztere sollten für ihre Einsichten hochgeschätzt, erstere ausgelöscht und studiert werden... post mortem.
  • Nosferatu
    Seltsam genug, dass die Mehrheit dieser Kainiten keine Freude an ihrer ungeheuerlichen Unsterblichkeit empfinden. Statt dessen verbergen sie sich in den Schatten und unter Schweinetrögen. Dieser Clan nennt sehr viele verschiedene Mitglieder sein eigen, von denen viele ein riesiges Wissen besitzen. Die Geheimnisse, die sie bergen, verblassen jedoch im Vergleich zu den Mysterien des Körpers, die ihre Mitglieder darstellen.
  • Ravnos
    Da hat man das Geschenk der Ewigkeit erhalten und vergeudet es damit, Bauern Visionen von der Heiligen Jungfrau sehen zu lassen? Je weniger über diese Schakale gesagt wird, desto besser.
  • Salubri
    Ihre Forschungen über das Leben sind fast so weit Fortgeschritten wie unsrige über den Tod. Aber wer existiert wohl länger?
  • Toreador
    Dieser Clan sucht die Kunst zu erfahren, die ihn umgibt. Unglücklicherweise neigen diese Vampire viel zu oft zu Hedonismus und anderen Kinkerlitzchen des Diesseits. Ihre Selbstbeobachtungsgabe und ihre Suche nach dem Wesen der Dinge wäre besser damit genutzt, universelle Wahrheiten zu suchen, anstatt sie an weltlichen Dingen zu vergeuden. Dennoch besteht Hoffnung für sie; sie sind uns in der Veranlagung vielleicht sogar am nächsten.
  • Tremere
    Vertrauensunwürdig, widerwärtig und rücksichtslos wie sie sind, sind die Usurpatoren die wahrscheinlichsten Kandidaten für die, die unserem Clan die Vernichtung bringen werden. Sie haben bewiesen, dass sie über solche Dinge nicht erhaben sind. Gäbe es doch nur ganz eigene Höllen für diese verachtungswürdigen Hexer. Ich speie auf ihre Asche.
  • Tzimisce
    Obwohl dieser Clan einen Rückschritt in unserer Entwicklungsgeschichte darstellt, sind die Tzimisce wie dafür geschaffen, über ihre finsteren Reiche zu herrschen. Manche Angehörige dieser Blutlinie besitzen kappadozianische Berater, die meisten aber nicht. Dieser Clan ist die Verkörperung der besten wie auch der schlimmsten Seite des Kusses. Tzimisce geben hervorragende Studienfälle ab, allerdings ist große Distanz zu einem solchen Forschungsprojekt ratsam.
  • Ventrue
    Als Herren über Menschen und die selbsternannten Hüter all ihrer kainitischen Brüder setzen sich die Ventrue hohe Ziele und sie erlangen sie auch. Letztlich haben sie denselben Fehler wie die Toreador, da ihre Erfolge vergänglich und ebenso flüchtig weltlich sind. Von Ventrue gehaltene Städte sind unter den sichersten der Christenheit und darüber hinaus, da das Wohlergehen der Vampire dermaßen fest mit dem der Sethskinder verflochten ist.