Die Landschaft um Aachen

Der Wald

Der Wald um Aachen ist kaum mehr als zehn Kilometer von der Stadt entfernt, im Süden sogar kaum mehr als zwei Kilometer. Näher liegen einzelne Haine, welche sich immer wieder zwischen den Feldern der Bauern befinden. Ihre Größe bemisst sich meist auf 20 bis 30 Rechtschritt. Diese Haine werden aus mancherlei Gründen nicht abgeholzt. Zum einen ersparen sie das lange Holzsuchen. Schließlich lassen sich auch immer wieder Vögel und andere Waldtiere dort nieder. Letzteres ist für die Bauern interessant, da der König den Forst zum Reichsforst ernannt hat und den Bauern so verboten ist, im eigentlichen Wald Wild zu erlegen. Der Reichsforst ist ursprünglich. Nur wenige große Straßen führen durch ihn hindurch und diese kann man nicht unbedingt als gepflegt bezeichnen. Immer wieder wird von Straßenräubern und wilden Tieren gesprochen. Von anderem wird nur geflüstert. Kurz, die wenigsten Menschen begeben sich freiwillig in den Forst. Wenn, dann nur in einer Gruppe und mit Waffen. Der Forst selbst ist ein Mischwald. Hier kann man folgende Unterscheidung feststellen: Zum Gebirge hin sind mehr Nadelbäume zu finden, während zum Tal hin mehr Laubbäume stehen.

Der Wald um Aachen bietet vielen Tieren Schutz. Vom Eichhörnchen über den Luchs bis hin zu Bären oder Hirschen, ist im Forst eigentlich alles zu  finden. Bauern ernähren sich eher von den Birkhühnern, welche vom Hochmoor bis in die Haine gelangen. Eine Plage sind ab und zu die Wildscheine, welche die Adeligen mit ihren, alle zwei Monaten veranstalteten Jagden, nur begrenzt einzudämmen vermögen. Wölfe gibt es reichlich und Wolfsgeheul gehört zur Nacht genauso wie die Laute der Eulen, Hühner, Käuze und vielem mehr. Dennoch wird in den letzten Jahren kaum von einem Übergriff von Wölfen oder anderen Wildtieren auf die Gehöfte berichtet.

Das Moor

Aachen ist auf heißen Quellen erbaut worden. Wen wundert es da, dass das Moor genauso zum alltäglichen Bild gehört, wie der Reichsforst. Südlich von Aachen - vielleicht eine halbe Tagesreise zu Fuß entfernt - beginnt das Hochmoorgebiet, welches in Richtung Süden in fast einer Woche durchschritten werden kann. Birken und Nadelholz sind hier verbreitet. Auf den weiten Wiesen des Moores ist vor allem Strauchwerk  vertreten. Die Birkhühner haben hier ihre Nistplätze, genauso wie zahlreiche Krähen, Schlangen Füchse und andere Kleintiere hier ihr Heim gefunden haben. Das Moor an sich ist fast unberührt, nur wenige Torfstecher leben an dessen Rand. Möchte man das Moor durchschreiten, sollte man sich mit diesen Menschen einigen, denn ohne ihre Hilfe wird man wohl kaum wiederkommen.

Das Gebirge

Aachen liegt in einem Talkessel. Dies bedeutet, dass zu Fuß bereits ein bis zwei Wochen in jede Richtung ausreichen, um von hügeligen Landschaften in das Gebirge zu reisen. Nicht dass dies ohne weiteres zu schaffen wäre. Hierfür müsste der Reichsforst überwunden werden. Würde man dies - trotz aller Widrigkeiten - schaffen, würde man bemerken, dass das Gebirge schnell an Höhe gewinnt. Auch hier ist der Wald vertreten. In höheren Regionen trifft man schließlich auf Steinböcke, Gebirgsziegen, Adler, Falken und vieles mehr. Enzian und Edelweiß sind typische Pflanzen dieser Region.