Quiriniusquelle

Seit Mai 1114 ist das Quiriniusbad an einen neuen Besitzer, Jannes von Sprell übergegangen, nachdem es im Bad wohl zu einem schrecklichen Zwischenfall kam, in welchem wohl auch der Besitzer ums Leben gekommen war.

Die rothaarigen Angestellten, sind bereitwillig wieder zur Arbeit erschienen und scheinen vom neuen Besitzer viel zu halten.

Die Quirinusquelle liegt unweit der Büchelstrasse und kaum ein Herzschlag vom Oktogon entfernt. Das Badehaus selber ist dem Oktogon nachempfunden. Runde Säulen aus rotem Sandstein, jenem Stein, aus welchem fast alle großen Häuser aus der Gemeinde errichtet sind, umrahmen ebenfalls roten Backstein gefertigte Mauern. Auf diesen tragenden Säulen ist ein Aquädukt nachempfundener Mauerabschnitt gebaut, welcher das Bad so stetig mit frischer Luft versorgt. Das leicht gerundete Dach kann man meist nur in den warmen Monaten des Jahres sehen, da die Quellen immer heiß und dampfend sind, so das aus den Aquäduktfenstern immerwährend leichter Nebel oder Dampf in die Höhe steigt. Mit dieser Architektur, welche an die Römerzeit gemahnt, gliedern sich die Quellen nur schwer in die umliegenden Häuser ein. Doch scheint dies auch nicht die Absicht des Erbauers gewesen zu sein. Angebaut an das Bad sind einige steinerne eckige Wohngebäude, welche einzig durch den stets vorhandenen roten Backstein eine Zugehörigkeit zum Bad erkennen lassen. Betritt man das Quiriniusbad, gelangt man zunächst in einen Empfangsraum. Rote Wände und der rote Boden dominieren das Gesamtbild. Um dies etwas abzumildern stehen Pflanzen im Eingangsbereich, welche im ganzen Jahr blühen. Hohe Farne, welche die Feuchtigkeit lieben, gedeihen prächtig im Bad. Am Tresen, welcher aus dem gleichen Stein besteht, wie die Wände, steht eine rothaarige Bedienstete, welche die Gäste empfängt und ihnen alle möglichen Fragen beantwortet. Von diesem Eingangsraum führen drei Türbögen ab. Deutlich wird hier zwischen Mann und Frau unterschieden. Folgt man dem Gang, gelangt man in die Umkleidekabinen, in welchen man seine Kleidung und Hab und Gut verstauen kann. Bänke und Regale sind aus dunklem Holz und Licht gelangt in diese Räume durch die Römerbögen, welche überall für Frischluft sorgen. Schon im Umkleideraum ist es durch den Dampf der Quelle warm, so das auch im Winter kaum kalte Luft zu den Besuchern dringt.

Verlässt man die Umkleideräume gelangt man auf einen gemeinsamen Gang, welcher direkt in das Bad führt.

Das Bad befindet sich im Oktagon. In der Mitte ist das Runde Becken eingelassen, welches Stufenweise tiefer wird und in der Mitte gut zwei Schritt tief ist. Das Wasser entspringt einer Statue in der Mitte des Beckens. Aus dem Füllhorn eines aus rotem Stein geschlagenen Jünglings fällt das heiße Wasser in das Becken. Um das Becken herum sind Liegen aufgestellt. Schmale Treppen führen an den Seiten zu dem Rundbalkon. Selbiger ist selbst zwei Schritt breit und dient dabei als Dach der unteren Liegeflächen. Dabei ist er allerdings fast drei Schritt höher gelegen und lässt nicht den Eindruck von Enge entstehen. Fast drei Schritt über dem Balkonboden beginnen die Rundbögen, welche den Dampf in die Nacht steigen lässt.

An den Wänden sind kunstvolle Werke gemalt. Eine illustre Landschaft, Wiesen, Wälder und mystische Wesen.

Gehalten wird der Balkon von sechszehn roten Säulen gehalten. Das Geländer des Balkons ist ebenfalls Stein und nur eineinhalb Schritt hoch.

Erleuchtet wird das Bad durch kunstvolle Lampen aus Glas, welche bei Dämmerung entzündet werden. Sie sind an der Wand verteilt, gleich zweiunddreißig Lampen erhellen das Bad.

Das Bad verfügt über einen großen Garten. Sobald es warm genug ist, werden die großen Holztüren geöffnet und sind es eigentlich Tag wie Nacht. Zwei große Bögen führen vom Bad in den Garten.

Es ist ein Ort der Entspannung. Auch hier gibt es Liegeflächen, verteilt zwischen Sträuchern und Blumenbeeten. Der Garten liegt zwischen den Häusern und so vor der Öffentlichkeit verborgen. Die Mauern der Häuser sind mit Efeu bewachsen. Welches jedoch noch jung ist und daher nur den unteren Teil der roten Mauern verdecken.

Zur rechten Seite führen mehrere große Rundbögen in das große Haus der Entspannung. Ein Haus mit nur einem großen Raum. Das Dach wird von schweren Säulen gehalten. Auch hier findet man kunstvolle Malereien an Wänden und Säulen. Auf dem Boden ein Mosaik, welches unendlich viele Rosen darstellt, welche ineinander verflochten sind. Dort finden die Leidgeplagten Ruhe und Heilung. Es gibt Kalt- und Schlammbäder, Barder die blutig Schröpfen, Zahnzieher und Barbiere. Kräuterpackungen und allerlei andere Heilkünste, welche den Kranken helfen sollen. Ist das Bad doch wegen des Heilwassers berühmt.

Im letzten Haus schließlich, welches den Garten umschließt, befinden sich Gästezimmer für jene Heilsuchende, welche länger in der Gemeinde verbleiben möchten.

Seit nun mehr September 1114 ist das Bad umgebaut und die umliegenden Gebäude mit einbezogen. Freilich ist es schon zwei Monate zuvor geöffnet gewesen, aber erst ab diesem Zeitpunkt, kann man das volle Potential des Bades nutzen.

Es heißt dass es schon Besucher aus Köln, Bonn und Jülich das Bad besucht haben und scheinbar so zufrieden sind, dass der Herbergsbereich des Bades für Monate ausgebucht ist.